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Ausnahmeregelung für Höchstwerte der gesamten schwefligen Säure für Weine des Anbaugebiets Mosel im Bundesgesetzblatt veröffentlicht

Im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 14 vom 14. April 2014 wurde die Zweiundzwanzigste Verordnung zur Änderung der Weinverordnung veröffentlicht, mit der nunmehr durch Aufnahme eines neuen Absatzes 4a in § 13 die Möglichkeit eröffnet wird, dass die zulässigen Grenzwerte für Schwefeldioxid für Weine mit der geschützten Ursprungsbezeichnung „Mosel“ und Landweine, die mit den sich im Anbaugebiet „Mosel“ befindlichen geschützten geographischen Angaben bezeichnet sind, die aus Trauben des Jahrgangs 2013 stammen, um höchstens 50 mg/l erhöht werden dürfen. Gemäß EU-Recht gilt die Ausnahmeregelung für Weine mit einem Gesamtgehalt an Schwefeldioxid von weniger als 300 mg/l.

Diese Verordnung tritt am 15.04.2014 in Kraft. Da sie als Eilverordnung zunächst ohne die Zustimmung des Bundesrates erlassen wurde, musste ihre Geltungsdauer zunächst auf sechs Monate begrenzt werden. Nach Einholung der Zustimmung des Bundesrates wird diese befristete Geltungsdauer aufgehoben.

Die EU-Kommission hatte Deutschland die Erlaubnis zur Anwendung dieser Ausnahmeregelung per Verordnung (EU) Nr. 347/2014 erteilt.